Das Fahrzeug ist im Maschinenraum wie folgt aufgeteilt:
Maschine
Getriebe
Elektrik
Tanks -
Brennstoff
Wasser
Maschienenanlage / Maschine
Die ca. 790 kg schwere Antriebsanlage besteht aus einem stehenden, wassergekühlten Daimler Benz (DB) OM 346 Motor (Bj. 1965) mit einem Sechszylindern-Viertakt-Reihenmotor mit Einzelzylinderköpfen, Direkteinspritzung und einem Hubraum von 10,8 Liter. Dabei stehen ca. 150 PS bei 1.800 U/min zur Verfügung. Das maximale Drehmoment liegt bei 1.300 U/min und beträgt ca. 600 Newtonmeter.
Der OM 346 hat keine Vorkammern und keine Glühkerzen. Der Brennraum ist im Kolben untergebracht. Statt in einen unterteilten Verbrennungsraum zu gelangen, nimmt der Diesel nun schnurstracks Kurs auf die Wände der Kolbenmulde. Entsprechend konzipierte Einlasskanäle haben derweil die in den Zylinder einströmende Luft in eine Rotation versetzt, die der Kompressionshub noch einmal verstärkt (durch den kleineren Durchmesser der Kolbenmulde). Senkrecht und mittig platziert sind die Einspritzdüsen beim 10,8 Liter großen OM 346. Just in diesen Luftwirbel jagt die Vierlochdüse ihre Kraftstoffstrahlen, was für damalige Verhältnisse „eine ausgezeichnete Aufbereitung des Kraftstoff-Luftgemisches“ ergibt. „Günstige thermische Verhältnisse“, betont das Werk, stellten sich auf diese Weise zudem ein und böten „die Gewähr für eine hohe Lebensdauer“.
Im Motorkreislauf befinden sich ca. 17,5 l Schmieröl und im Kühlkreislauf ca. 30 l Kühlwasser.
Dabei sorgte eine Zweikreiskühlung für die nötige Wasserkühlung.
Drei Dinge sind es im Wesentlichen, die für Direkteinspritzer sprechen:
- das Einspritzverfahren lässt den Verbrauch um 15 Prozent gegenüber dem Vorkammermotor sinken.
- Im Gegensatz zum Vorkammermotor kommt der Direkteinspritzer zudem ohne Starthilfe aus.
Zumindest so lange, wie die Temperaturen nicht unter minus 15 Grad Celsius reichen.
Ab dann erst greift man zum so genannten Start-Pilot: jene damals übliche Einrichtung,
die eine Kohlen-Wasserstoff-Verbindung in den Ansaugtrakt einbringt, die ein sofortiges Starten des Motors bewirkt.
- infolge effizienterer Verbrennung – wesentlich weniger Ruß als der Vorkammermotor.
"PASSAT I" - Motor OM 346 - Merzedes-Benz Diesel Direkteinspritzer
"PASSAT I" - Motor OM 346 - Vorder- und Seitenansicht
"PASSAT I" - Motor OM 346 - Längs und Querschnitt
"PASSAT I" - OM 346 - Zylinderkopfschnitt mit Direkteinspritzung
"PASSAT I" - Motor OM 346 - Zylinderkopf mit vier Ventilen
Die Maschine ist vom Steuerstand/Salon aus durch eine Doppelluke
an Stb. und durch eine einzel Luke an Bb. leicht
zugänglich und steht auf einem soliden Stahlfundament.
Die Antriebsanlage ist fest gelagert und ausreichend belüftet.
Als Kontrollinstrumente befinden
sich:
Drehzahlmesser (mechanisch)
Amp. Meter
Voltmeter
Öldruckmesser Motor (mechanisch)
Öldruckmesser Getriebe (mechanisch)
Ruderanlage-Anzeiger (mechanisch)
Betriebsstundenzähler
Wassertemperatur-Anzeige
"PASSAT I" - Schalter
"PASSAT I" - Temperatur und Betriebsstundenzähler
"PASSAT I" - Öldruck, Getriebedruck und Drehzahlmesser
Das Kühlwasser kann vom Steuerstand aus über einen im Boden
befindlichen Deckel in den Kühlmitteltank gefüllt werden.