Das Fahrzeug ist im Maschinenraum wie folgt aufgeteilt:
Maschine
Getriebe
Elektrik
Tanks -
Brennstoff
Wasser
Maschienenanlage / Elektrik
Die 24 V Stromversorgung des Schiffes erfolgt im Motorfahrbetrieb durch die Lichtmaschine und im Segelbetrieb durch vier Batterien des Typs MATADOR mit jeweils 170 A/h (1.000A EN).
Im Motorfahrbetrieb werden die Batterien über die bordseitige Lichtmaschine geladen.
Steht Landstrom zur Verfügung werden die Batterien durch ein auch in der Berufsschiffahrt verwendetes 1 phasiges (230 V) Ladegerät des Typs Skylla TG 24/50 der Fa. VICTRON energy BV. kontrolliert geladen.
Das Batterieladegerät ist durch den Einsatz von Hochfrequenz-Technologie leicht (5,5 kg) und
kompakt (365 mm x 250 mm x 147 mm). Die Ladespannung kann an jeden offenen und geschlossenen Batterietyp angepasst werden.
Insbesondere für geschlossene, wartungsfreie Batterien ist eine stabile Ladespannung sehr wichtig.
Überspannung führt zu übermäßiger Gasentwicklung und zum Austrocknen.
Das Ladegerät verfügt über einen Mikroprozessor, der den Ladevorgang in drei Stufen präzise regelt. Der
Ladevorgang folgt der IUoUo-Kennlinie und verläuft schneller als andere Ladevorgänge.
Beim Laden nach der IUoUo-Kennlinie werden Batteriespannung und -strom kontinuierlich gemessen, die Ladespannung wird aufgrund der gemessenen Werte angepaßt. Davon ausgehend, daß die Batterie leer ist, wird die Batterie zuerst in der Boost-Phase geladen. Die Batterie wird geladen, bis die Batteriespannung gleich der Boostspannung (28,5 V) ist. Die Batterie ist dann bis zu 80 % ihrer Kapazität geladen und das Ladegerät schaltet automatisch auf die Ausgleichsphase um.
In der Ausgleichsphase bleibt die Ladespannung die gleiche wie die Boostspannung, aber der Ladestrom nimmt allmählich ab. Die Zeitdauer dieser Phase ist auf 4, 8 oder 12 Stunden einstellbar. Nach Ablauf dieser Zeit schaltet das Ladegerät automatisch auf die Leerlaufphase um.
In der Leerlaufphase ist die Ladespannung gleich der Leerlaufspannung (26,5 V) und der Ladestrom nimmt weiterhin ab. Diese Phase dauert 20 Stunden.
Nach der Leerlaufphase kehrt das Ladegerät 30 Minuten lang zur Ausgleichsphase zurück. In dieser Zeit wird die Batterie kurzzeitig geladen, um die Innenverluste der Batterie zu kompensieren. Das Ladegerät kann über lange Zeit an der Batterie angeschlossen bleiben, ohne daß es in der Batterie zu einer Gasbildung durch Überladung kommt. Die Batterie braucht somit zum Beispiel während der Winterlagerung eines Schiffs nicht vom Ladegerät getrennt zu werden. Das Ladegerät hält die Batterie unter allen Umständen in optimalem Zustand und dies führt zu längerer Lebensdauer der Batterie.
Das Ladegerät schaltet automatisch auf die Boost-Phase um, sobald die Batteriespannung unter den Mindestwert absinkt. Eine zu niedrige Batteriespannung kann dadurch verursacht werden, daß eine Parallel-Last an die Batterie angeschlossen sein kann.
Dank seiner perfekt stabilisierten Ausgangsspannung kann das Ladegerät bei fehlenden Batterien zur Gleichspannungsversorgung als Netzteil verwendet werden. Es hat zwei voneinander isolierte Ausgänge. Der Erste Ausgang mit 50 A für die Bordbatterien und der zweite Ausgang ist zum Laden der Startbatterie vorgesehen. Er hat eine etwas niedrigere Ausgangsspannung und ist auf 4 A begrenzt.
Der Temperatursensor sorgt dabei für eine
abnehmende Ladespannung bei steigender Akkutemperatur. Besonders wichtig ist dies bei wartungsfreien
Batterien, die andernfalls durch Überladen austrocknen können.
Zum Ausgleich von Spannungsverlusten infolge des Kabelwiderstands verfügt das TG-Ladegerät über eine
„Voltage Sense“-Funktion (Spannungsfühler). Durch Messung der Ladespannung an der Batterie wird gewährleistet, dass die Batterie jederzeit die richtige Ladespannung erhält.
Sicherheitseinrichtungen im Einzelnen
Das Ladegerät ist durch seine eingebauten Sicherheitseinrichtungen außerordentlich betriebssicher. Die Sicherheitseinrichtungen werden nachstehend ausführlicher erläutert.
Max. Ladestromschutz
- Der max. Ladestrom des Ladegeräts ist auf 50 A begrenzt.
- Der max. Ladestrom kann auch durch eine externe Potentiometertafel, die Victron Energy COV-Tafel oder die SKC-Tafel begrenzt werden.
Kurzschlußschutz
- Der Ausgang des Ladegeräts ist gegen Kurzschluß geschützt. Der Kurzschlußstrom ist auf 50 A begrenzt. Sobald der Ausgang kurzgeschlossen wird, wird die Ausgangsspannung fast 0 Volt. Das Ladegerät nimmt seine normale Funktion wieder auf, sobald der Kurzschluß aufgehoben wird.
- Der Kurzschlußstrom kann auch durch eine externe Potentiometertafel, die Victron Energy COV-Tafel oder die SKC-Tafel begrenzt werden.
Eingangsschutz
- Der Netzspannungseingang des Ladegeräts ist durch eine Sicherung geschützt.
- Das Ladegerät wird durch eine Netzspannung zwischen 0 und 300 Vac nicht
beschädigt.
- Das Ladegerät wird durch eine Netzspannung mit einer Frequenz zwischen 0 und 65
Hz nicht beschädigt.
Ausgangsspannungsschutz
- Das Ladegerät schaltet automatisch ab, wenn die Batteriespannung höher wird als der Überspannungswert. Das Ladegerät schaltet wieder ein, sobald die Batteriespannung unter den Anstiegswert gesunken sind; siehe nachstehende Tabelle.
Modell Überspannungswert Anstiegswert
24 V 35,5 Vdc 33,5 Vdc
Der Ladeausgang ist durch eine Sicherung geschützt.
Starterbatterieschutz
- Der Starterbatterie-Minusausgang ist mit einer 10 A-Sicherung geschützt.
- Der Starterbatterie-Plusausgang ist mit einem 4 A-Sicherungsautomaten geschützt.
Temperaturschutz
Die Innentemperatur des Ladegeräts wird kontinuierlich gemessen. Durch eine hohe Umgebungstemperatur außerhalb des Gehäuses kann die Temperatur innerhalb des Gehäuses jedoch ansteigen. Sobald die Außentemperatur des Ladegeräts höher als 40 °C wird, sinkt der Ausgangsstrom proportional dazu ab und die Leuchtdiode für "failure" blinkt.
- Bevor die Innentemperatur durch extreme Bedingungen zu hoch wird, schaltet das Ladegerät ab und die Leuchtdiode "failure" leuchtet ständig auf. Das Ladegerät nimmt seine Funktion wieder auf, sobald die Temperatur ausreichend abgesunken ist.
Spannungsfühlerschutz
Wenn die Spannungsfühleroption benutzt wird, verringert das Ladegerät automatisch die Ladespannung, sobald der Gesamtspannungsverlust an den Batteriekabeln mehr als 2 Volt beträgt.
Akku-Watchdog-Timer
Das Ladegerät ist mit einem Akku-Watchdog-Timer ausgestattet. Dieser Timer mißt die Dauer des Boostspannungsphase. Sobald der Boostspannungsphase länger als 10 Stunden dauert, schaltet der Lader auf den Leerlaufspannungphase um. Die Ladespannung nimmt dann den Leerlaufspannungswert an. Dadurch wird verhindert, daß ein kaputter Akku unnötig überladen wird.
BEDIENUNG
Auf der Frontplatte des Ladegeräts befinden sich ein Ein-/Ausschalter und drei LED- Reihen; siehe vorstehende Abbildung.
Das Batterie-Ladegerät kann mit dem Ein-/Ausschalter ein- und ausgeschaltet werden.
Die Leuchtdioden für "Ausgangsspannung" zeigen den Wert der Ausgangsspannung an.
Die Leuchtdioden für "Ausgangsstrom" zeigen den Wert des Ausgangsstroms an.
Die übrigen Leuchtdioden zeigen an, in welchem Zustand sich das Ladegerät befindet.
Sobald das Ladegerät mit dem Ein-/Ausschalter eingeschaltet wird, geschieht folgendes:
- Die “On”-Leuchtdiode blinkt etwa 2 Sekunden. In diesen ersten 2 Sekunden erfaßt das Ladegerät alle Eingangssignale und berechnet die erforderliche Ladespannung. Nach
diesen 2 Sekunden schaltet das Ladegerät ein und leuchtet die “On”-Leuchtdiode auf.
- Je nach Zustand der Batterie beginnt das Ladegerät in der Boostspannungs- oder der Leerlaufspannungsphase die Batterie zu laden. Wenn angenommen wird, daß die Batterie leer ist, beginnt das Ladegerät in der Boostspannungsphase mit dem Laden der Batterie
und die "Boost"-Leuchtdiode leuchtet auf.
- Mit einem DIP-Schalter können Sie einstellen, daß das Ladegerät – unabhängig vom
Akku-Zustand– immer in der Boostspannungsphase zu laden beginnt.
Sobald die Boostspannung erreicht ist, schaltet das Ladegerät automatisch auf die Ausgleichsspannungsphase um, die "Boost"-Leuchtdiode erlischt und die “Equalize”- Leuchtdiode leuchtet auf. Diese Phase ist einstellbar und dauert 4, 8 oder 12 Stunden.
- Nach Ablauf dieser Zeit schaltet das Ladegerät automatisch auf die Leerlaufspannungsphase um, die “Equalize”-Leuchtdiode erlischt und die “Float”- Leuchtdiode leuchtet auf.
Nachdem die Batterie aufgeladen ist, braucht das Ladegerät nicht ausgeschaltet zu werden und kann die Batterie am Ladegerät angeschlossen bleiben.
| STÖRUNG | URSACHE |
Lösung |
|---|---|---|
| Das Ladegerät arbeitet nicht | Der Netzspannungswert muß zwischen 185 Vac und 265 Vac liegen. Die Eingangssicherung ist defekt. | Messen Sie die Netzspannung und sorgen Sie dafür, daß diese zwischen 185 Vac und 265 Vac liegt. Bringen Sie das Ladegerät zum Händler. |
|
Die Batterie wird nicht vollständig geladen | Die Dauer der Ausgleichsphase ist zu kurz. Schlechter Batterie-Anschluß. Die Boostspannung ist auf einen falschen Wert eingestellt. Die Leerlaufspannung ist auf einen falschen Wert eingestellt. Die Batteriekapazität ist zu groß. Die Ausgangssicherungen sind defekt. | Stellen Sie die Ausgleichsphase auf eine längere Zeitdauer ein. Kontrollieren Sie die Batterie-Anschlüsse. Stimmen Sie die Boostspannung auf einen richtigen Wert ab. Stimmen Sie die Leerlaufspannung auf einen richtigen Wert ab. Schließen Sie eine Batterie mit kleinerer Kapazität an oder installieren Sie ein größeres Ladegerät. Ersetzen Sie die Ausgangssicherungen. |
| Die Batterie wird überladen | Die Dauer-Boost-Option ist eingeschaltet. Die Boostspannung ist auf einen falschen Wert eingestellt. Die Leerlaufspannung ist auf einen falschen Wert eingestellt. Defekte Batterie. Zu kleine Batterie. | Schalten Sie die Dauer-Boost-Option aus. (DIP-Schalter: Rboost). Stimmen Sie die Boostspannung auf einen richtigen Wert ab. Stimmen Sie die Leerlaufspannung auf einen richtigen Wert ab. Kontrollieren Sie die Batterie. Reduzieren Sie den Ladestrom. |
| Die Störungsleucht- diode leuchtet auf | Das Ladegerät wurde durch zu hohe Umgebungstemperatur ausgeschaltet. | Stellen Sie das Ladegerät in einem kühleren oder besser belüfteten Raum auf. |
| Die Störungsleucht- diode blinkt | Das Ladegerät reduziert den Ausgangsstrom durch zu hohe Umgebungstemperatur. | Stellen Sie das Ladegerät in einem kühleren oder besser belüfteten Raum auf. |
| Die Störungsleucht- diode blinkt mit Code | Die Ausgangssicherungen sind defekt. | Ersetzen Sie die Ausgangssicherungen. |
| Die Störungsleucht- diode leuchtet auf und die Ein-Leuchtdiode blinkt | In den Batteriekabeln liegt ein Spannungs- verlust von mehr als 2 Volt vor. | Schalten Sie das Ladegerät aus. Ersetzen Sie die Batteriekabel oder schließen Sie sie richtig an. |
| Eingangsspannung : | 230 V AC |
| Eingangsspannungsbereich : | 185 V AC - 264 V AC |
| Ladespannung 'absorption' : | 28,5 V dc |
| Ladeerhaltungsspannung : | 26,5 V dc |
| Ladestrom Bordnetzbatterie : | bis zu 50 A |
| Ladestrom Starterbatterie : | 4 A |
| Batteriekapazität : | 150 Ah - 500 Ah |
| Remote Alarm : | Potentialfreie Kontakte 60 V / 1 A (1 x NO und 1 x NC) |
| Schutz vor : | Kurzschluss, Batterie-Umpolungserkennung, zu hohe Batteriespannung, zu hohe Temperatur |
| Umgebungstemperatur : | - 40° C bis + 50° C |
| Relative Luftfeuchtigkeit : | max. 95 % |
| 230 Volt-Anschluss : | Schraubklemme 2,5 mm² |
| Schutzklasse : | IP 21 |
| Gewicht : | 5,5 kg |
| Abmessungen (h x b x t) : | 356 mm x 250 mm x 147 mm |
| Sicherheit : | EN 60335-1, EN 60335-2-29 |
| Emissionsschutz : | EN 55014-1, EN 61000-3-2 |
| Immunität : | EN 55014-2, EN 61000-3-3 |